Anlässlich des Holocaust-Gedenktages nahm das Pascal-Gymnasium Münster am 27. Januar 2026 mit der Klasse 8e3 sowie einer Delegation der Schülervertretung (SV) unter Leitung von Christine Wessel-Heitmann und Vanessa Butscheid an der zentralen Gedenkveranstaltung im Rathausinnenhof teil. Gemeinsam mit vielen weiteren Münsteraner Schulen gedachten die Schüler*innen der Opfer des Nationalsozialismus.
Die Veranstaltung wurde von Redebeiträgen von Oberbürgermeister Tilman Fuchs sowie von Regierungspräsidenten Andreas Bothe begleitet. Einen besonderen Moment stellte die Eröffnungsrede von Jano Niggemann (Q1) dar, der stellvertretend für die Schülerschaft das Wort ergriff. In seiner Rede erinnerte er daran, dass das Gedenken nicht nur der Erinnerung, sondern auch der Mahnung diene: „Wir haben uns heute hier nicht nur versammelt, um der Opfer des Holocausts […] zu gedenken und an sie zu erinnern, sondern auch zu mahnen, dass Verbrechen wie diese nie wieder passieren.“
Dabei machte er deutlich, dass sich das Erinnern nicht nur auf jüdische Opfer beschränkt, sondern auch auf andere verfolgte Gruppen wie Sinti und Roma, homosexuelle Menschen, Oppositionelle und viele weitere, die im nationalsozialistischen Unrechtsstaat entrechtet, verfolgt und ermordet wurden. Gleichzeitig schlug Jano den Bogen zur Gegenwart und betonte, dass Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt auch heute noch Realität seien: „Als junge Generation ist es nicht unsere Schuld, was damals geschah, aber es ist unsere Verantwortung, die Erinnerung am Leben zu halten.“
Ein weiteres starkes Zeichen setzte das Pascal-Gymnasium mit seiner „Peace Bell“, einer Glocke, die aus eingeschmolzenen Waffen gefertigt wurde. Mit ihr wurde die gemeinsame Gedenkminute eingeläutet.
Auch jüngere Schülerinnen waren aktiv beteiligt: Hanna Freese und Karlotta Schwager (Klasse 8e3) beantworteten Interviewfragen des Bürgermeisters und erklärten, warum die Auseinandersetzung mit dem Holocaust und die Erinnerungskultur am Pascal-Gymnasium einen wichtigen Platz einnehmen. Zudem entzündeten Hannah Dreps und Jimena Iserte-Wiens (ebenfalls Klasse 8e3) Gedenkkerzen für die ermordeten Sinti und Roma.
Die Teilnahme an der Gedenkveranstaltung machte deutlich, dass das Erinnern an die Verbrechen der Vergangenheit und das Eintreten für Menschlichkeit, Toleranz und Demokratie fester Bestandteil des Schullebens an unserer Schule sind.






