Mit “Tintin au Congo” erfolgreich beim Konrad-Adenauer-Europapreis

Edna Constante Muratagic aus der Q2 hat mit ihrer Facharbeit “Tintin au Congo. Héritage culturel ou racisme ? Les trois éditions en débat”, die sie im Französisch Leistungskurs geschrieben hat, beim Konrad-Adenauer-Wettbewerb den 1. Platz beglegt. Die gleichermaßen kritische wie kreative Auseinandersetzung mit dem beliebten Kult-Comic “Tim und Struppi” und dessen rassistischem Erbe hat die Jury vollends überzeugt – ebenso wie die Betreuerin der Arbeit, Dr. Elisabeth Esch-Wermeling, die gemeinsam mit Schulleiter Ralf Brameier herzlich gratuliert!

Hier der Erfahrungsbericht von Edna:

“Anfang September 2026 ging es für mich und meine Familie nach Bad Honnef-Rhöndorf zur Verleihung des Konrad-Adenauer-Europapreises. Schon auf dem Weg war ich unglaublich aufgeregt. Ich wusste zwar, dass meine Facharbeit zu den drei besten gehörte, aber nicht, welchen Platz ich belegt hatte. Allein eingeladen worden zu sein, war für mich schon eine riesige Ehre, denn in meiner Facharbeit über Tintin au Congo steckten sehr viel Arbeit und Leidenschaft.

Der Konrad-Adenauer-Europapreis wird seit 2019 vergeben und zeichnet besonders gelungene Facharbeiten in französischer Sprache aus. Er soll junge Menschen dazu ermutigen, sich mit Europa, der französischsprachigen Welt und den deutsch französischen Beziehungen auseinanderzusetzen. Damit führt er etwas weiter, das Konrad Adenauer selbst besonders wichtig war: die Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich und ein gemeinsames Europa.

Vor Ort lernte ich zunächst die beiden anderen Preisträgerinnen kennen, die unglaublich nett waren und mich direkt beeindruckten. Anschließend besichtigten wir Konrad Adenauers ehemaliges Wohnhaus. Besonders spannend fand ich, mehr über ihn als Menschen und überzeugten Europäer zu erfahren.
Danach begann schon die eigentliche Preisverleihung. Im Publikum stieg meine Aufregung immer weiter, während ich darauf wartete, welchen Platz ich wohl belegt hatte. Als schließlich verkündet wurde, dass ich den ersten Preis gewonnen hatte, konnte ich es im ersten Moment kaum glauben. Ich war gleichzeitig erleichtert, überwältigt und unglaublich stolz. Anschließend hielt ich, ziemlich aufgeregt, meine vorbereitete Rede auf Französisch vor dem Publikum.

Danach ging plötzlich alles ganz schnell: Fotos, ein Interview und Gespräche mit den anderen Gästen und der Jury. Besonders gefreut hat mich, dabei unter anderem Dr. Claire Demesmay vom Institut français Bonn und Caroline Baas von der französischen Botschaft kennenzulernen.

Für mich war dieser Tag viel mehr als nur eine Preisverleihung oder ein schöner Ausflug mit meiner Familie. Ich konnte vor einem größeren Publikum sprechen, interessante Menschen kennenlernen und merken, dass es sich lohnt, sich für etwas zu begeistern und sich etwas zuzutrauen.
Deshalb kann ich nur jedem empfehlen: Reicht eure Facharbeit ein! Bewerben können sich Schülerinnen und Schüler der Q1 eines Gymnasiums (oder der 12. Klasse einer Gesamtschule) in Nordrhein-Westfalen sowie im Regierungsbezirk Koblenz, deren französischsprachige Facharbeit mindestens mit 10 Punkten bewertet wurde und thematisch zum Wettbewerb passt. Für die Bewerbung braucht man lediglich die Facharbeit, einen Notennachweis und das Teilnahmeformular.

Man sollte sich dabei nicht einreden, dass die eigene Arbeit sowieso keine Chance hätte. Ich hätte selbst niemals gedacht, dass mich meine Facharbeit einmal bis zu einer Preisverleihung ins Adenauerhaus führen würde. Im besten Fall gewinnt man nicht nur einen Preis, sondern einen Tag, den man nicht so schnell vergisst, neue Erfahrungen, mehr Selbstvertrauen und vielleicht sogar einen kleinen Schritt in Richtung der eigenen Zukunft.”