Chancengleichheit in allen Facetten – Rotary Berufsdienste-Award 2026

Wie ein roter Faden zog sich das Thema Chancengleichheit durch die fünf Vorträge, die am 27. Mai beim diesjährigen Rotary Berufsdienste-Award gehalten wurden: Haben Beachvolleyballerinnen mit knapper Bekleidung bessere Chancen bei Sponsoren? Haben Kinder aus Akademikerfamilien bessere Chancen in der Bildung? Haben ehemalige Kolonien Chancen auf eine Revision ihrer Darstellung in Comics? Haben Männer und Frauen unterschiedliche Chancen bei kognitiven Herausforderungen? Haben kleine landwirtschaftliche Betriebe heute noch Überlebenschancen? – Die EF und die Jury, bestehend aus den Rotary-Mitgliedern Dr. Michael Ammenwerth (Partner / Wirtschaftsprüfer / Steuerberater / CPA Dr. von der Hardt & Partner mbB Wirtschaftsprüfungsges. Steuerberatungsges.), Prof. Dr. Carsten Feldmann (Münster School of Business der FH Münster) und Prof. Dr. Thorsten Quandt (Dekan des Fachbereichs Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften Universität Münster) sowie der stellvertretenden Oberstufenkoordinatorin Eva-Christina Eßer und Schulleiter Ralf Brameier, konnten sich zusammen mit Organisatorin und Betreuerin Kathrein Vahrenhold über eine abwechslungsreiche Auseinandersetzung mit diesen Themen freuen.

Der Reigen der Vorträge begann sportlich mit Sunna Milz, die ihre Facharbeit im Projektkurs Sport bei Maik Berger zum Thema „,Sex Sells‘ – Auch im Beachvolleyball? Welchen Einfluss die Kleidung weiblicher Sportlerinnen auf Sponsoren hat“ geschrieben hatte. Emma Emilia Gondek hatte sich in ihrer Arbeit im Grundkurs Sozialwissenschaften bei Christine Wessel-Heitmann mit der Frage „Haben Kinder aus Akademikerfamilien in Deutschland bessere Bildungs- und Zukunftschancen als Kinder aus Nicht-Akademikerfamilien? Analyse und Beantwortung der Fragestellung auf Grundlage von Statistiken” auseinandergesetzt.

Edna Costante Muratagić hatte im Leistungskurs Französisch von Dr. Elisabeth Esch-Wermeling ihre Arbeit „Tintin au Congo : Héritage culturel ou racisme ? Les trois éditions d’Hergé en débat“ in der Fremdsprache verfasst, trug ihr Plädoyer gegen den Rassismus aber auf Deutsch vor. Als einziger männlicher Kandidat in diesem Jahr befasste sich Manaar Habaal aus dem Grundkurs Biologie von Cornelia Geißler mit der Frage „Inwiefern unterscheiden sich kognitive Fähigkeiten zwischen Männern und Frauen?”. Den Abschluss bildete ein Vortrag aus dem Leistungskurs Erdkunde unter der Leitung von Matthias Dula: Sina Hamann hatte sich von der Geschichte des Hofes ihrer Familie inspirieren lassen und ihre Arbeit zum Thema „Wie gefährdet ist die Existenz kleinerer Familienbetriebe im Agrarsektor? – Eine Analyse des Strukturwandels in der deutschen Landwirtschaft seit den 1980er Jahren am Beispiel des Familienhofs Westarp im Münsterland” verfasst.

Am Ende waren sowohl das Publikum als auch die Jury so beeindruckt von der Qualität der Vorträge, dass sich mit Edna und Manaar schließlich gleich zwei der Vortragenden über einen 1. Preis (100 Euro Preisgeld und die Teilnahme an einem eintägigen Assessment Center) freuen durften. Sunna, Emma und Sina wurden – ebenso verdient – jeweils mit dem 2. Preis (einer Urkunde und einem Büchergutschein im Wert von jeweils 50 Euro) ausgezeichnet. 

Wir gratulieren allen fünf Teilnehmer*innen zu ihren beeindruckenden Leistungen und freuen uns mit ihnen sowie besonders mit Edna Constante Muratagić und Manaar Habaal über ihre 1. Preise!