Mint-Camp “Astronomy 2.0”

Die Distanz zwischen Siding Spring in Australien und Münster erscheint winzig im Vergleich zu den Entfernungen, die uns von Asteroiden, Kometen, planetarischen Nebeln und fernen Galaxien trennen.

17 Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Münsterland nutzten vom 29. Juni bis zum 03. Juli 2026 die Gelegenheit, am MINT-Camp „Astronomy 2.0“ teilzunehmen und sich mit großer Begeisterung ihren eigenen Interessensgebieten – von schwarzen Löchern bis hin zu weit entfernten Galaxien – zu widmen. Das Camp wurde durch die Projektgruppe „Astronomy and Internet in Münster“ (AiM) in Zusammenarbeit mit der Universität Münster ermöglicht.

Hier der Erfahrungsbericht von Judith Meedt (EF) : Während des gesamten Camps erhielten die Schüler*innen täglich in kleinen, gut verständlichen Einheiten Einblicke in Themen wie die Funktionsweise des Sehens oder das elektromagnetische Spektrum. Dieses Wissen half besonders in den praktischen Phasen weiter.

Im Praxisanteil hatten wir über Plattformen wie das Las Cumbres Observatory (LCO) und The Schools’ Observatory die Möglichkeit, Beobachtungsaufträge an weltweit verteilte Teleskope – zum Beispiel nach Siding Spring in Australien – zu versenden. So konnten wir „Pretty Pictures“ – ästhetische Aufnahmen mit wissenschaftlich präzisen Daten –, „Moving Objects“ wie Asteroiden und Kometen sowie „Near Earth Objects“ (NEOs) dokumentieren und mithilfe verschiedener Filter analysieren. Anschließend wurden die Bilder über eine eigens von AiM entwickelte Website ausgewertet.

Mein persönliches Highlight war der Bau eines Prototyps einer Raumsonde aus Alltagsmaterialien. Besonders beeindruckend war es, im Anschluss im Institut für Planetologie der Universität Münster Doktorand*innen bei der Arbeit an einer professionellen Raumsonde zu beobachten, die unserem Modell erstaunlich ähnlich war.

Beim Besuch im Institut für Planetologie der Universität Münster erhielten wir zudem spannende Einblicke in die Forschung von Master- und Promotionsstudierenden im planetologischen Bereich.

Vielen Dank für diese außergewöhnlich lehrreiche und inspirierende Erfahrung!