Im Rahmen der schulischen Auseinandersetzung mit dem Holocaust und dem Ende des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren fand am Dienstag, dem 20. Mai, eine eindrucksvolle Veranstaltung in der Aula unserer Schule statt. Drei professionelle Musiker*innen des Ensembles Compania vom Theater Münster waren zu Gast und präsentierten Kompositionen, die unter extremen Bedingungen in Konzentrationslagern entstanden sind.
Zur Aufführung kamen Werke von Ilse Weber, Gideon Klein, Zygmunt Schul und Hans Krása – allesamt jüdische Komponist*innen, die während der Zeit des Nationalsozialismus entrechtet, verfolgt und in den meisten Fällen ermordet wurden.
Frau Svenja Ciliberto, Bratschistin des Trios, führte bewegend und erkenntnisreich durch das Programm. In ihrer eindrücklichen Moderation brachte sie den Zuhörenden nicht nur die Biografien der Komponist*innen nahe, sondern auch die Entstehungshintergründe der Werke – viele davon entstanden in Ghettos oder Lagern wie Theresienstadt.

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 sowie der Einführungsphase (EF) hörten aufmerksam zu und zeigten sich tief bewegt. Für viele war das Hören von Musik aus Konzentrationslagern eine neue, sehr eindrückliche Erfahrung. Die Kompositionen – oft voller Brüche, Dissonanzen und unerwarteter Wendungen – vermittelten auf eindrucksvolle Weise die emotionale Tiefe und die eindringliche Botschaft der Komponist*innen.
Auch acht Jahrzehnte nach dem Ende des Krieges war die Botschaft der Musik spürbar gegenwärtig: Selbst in den dunkelsten Momenten der Geschichte erhoben Menschen ihre Stimme – durch Worte, aber auch durch Musik. Sie bewahrten ihre Würde, ihre Hoffnung und ihre Menschlichkeit – inmitten eines Systems, das genau dies auslöschen wollte.
Wir danken dem Ensemble Compania herzlich für diesen besonderen Beitrag zur Erinnerungskultur an unserer Schule.
